Poetry

24.02.2025

Die Nacht im Himmel verbracht

Nun sitz ich im Flugzeug,

kann es noch nicht fassen.

Zeit, all das erlebte,

Revue passieren zu lassen.

600 Bilder auf meinem Handy,

und so viel mehr in meinem Herzen.

Was hab ich erlebt, wo fang ich nur an?

Das Wiedersehen mit Nora ganz vornedran🙏

Die ersten Stunden am Meer,

Fahrrad fahren im Linksverkehr.

Noras Umfeld kennenlernen

und die Tiervielfalt dazu,

am liebsten mag ich ja den Kakadu.

Doch auch so viele Kängurus hüpfen,

Pinguine watscheln zu sehen,

und selbst auf warmen Sand zu gehen.

Häuser, die bis in die Wolken ragen,

Wellen, die gegen Felsen schlagen,

mal heiß, und dann wieder Jacke tragen,

und Fragen auf englisch zu fragen.

Jeder Strand birgt ein Geheimnis inne.

Kalter, kühler, oder gar kein Wind?

Ruhige, kleine, große oder wilde Wellen?

Und wann ist ins Wasser zu gehen gut?

Ist grad Ebbe oder Flut?

Unser Road Trip war ein absolutes Erlebnis,

zu viert wohnen im Camper,

unglaublich viel gesehen,

die drei werden mir echt fehl'n.

Das irgendwie verrückteste Ding war,

ist im Sommer zu sein,

wo doch zu Hause, als ich ging, Winter war.

Dass ihr zu Hause geschlafen habt,

während ich in Australien ging in den Tag.

Unsagbar dankbar und im Glück

geht es nun die lange Reise zurück.

35 Stunden trennen uns wieder.

Auto fahren,

stundenlang warten an Flughäfen,

die vielen Stunden im Flugzeug.

Und so hab ich

die Nacht im Himmel verbracht.



Ein Engel im Sand

Heut hab ich die Erfahrung gemacht,

dass,

auch wenn ich um die halbe Welt reise

und lande am Meer,

dennoch nicht immer mein Herz gar lacht.

Ich fühl mich irgendwie traurig und leer,

Muster und Trigger,

weiß nicht,

warum und woher.

Ich kenn das Gefühl,

das gibt es schon mal,

doch auch am Meer?

Ach ja.

Ich spür hindurch im Vertrauen,

dass es wieder schwindet.

Wie lang es all bleibt?

Selten länger als ein Tag.

Meist reicht ein magischer Moment,

ein himmlisches Flüstern,

ein himmlischer Rat.

Ich leg mich in' Sand,

lausch dem Rauschen des Meeres...

Und dann ist es da,

das himmlische Flüstern-

wieder leichter ums Herz.

Danke, du Engel im Sand.



Ein Landei purzelt in die Großstadt

Aufgewacht,

heut morgen in meinem Nest.

Jetzt haltet euch fest:

Gestern sagte Helen ganz beiläufig,

dass sie morgen Richtung Melbourne fahre...

Es scheint,

als hat das kleine Landei

im Schlafe,

eine Idee ausgebrütet.

Und so ging ich heut

ganz spontan und allein,

just nach Melbourne hinein.

Okay, von allein

kann definitiv nicht

die Rede sein.

Unzählige Menschen,

Häuser die bis in Himmel ragen,

müde bin ich-

ich kann nicht mehr viel sagen.

Heut dürfen Bilder erzählen,

was das kleine Landei erlebt hat-

in der Großstadt.



Bei meiner Gastgeberin Helen:

Ich möcht dir erzählen,

jedes Haus hier hat einen eigenen Namen

und die Türen stehen immer offen.

Hier wohnt Helen mit ihrem Partner,

die Kinder längst aus dem Haus.

Im Garten drei vermietete Bungalows.

Ein kommen und gehen

im Garten und im Haus.

Ein "mit an Tisch sitzen",

schaffen im Garten,

draußen beim kochen helfen

oder doch lieber das Surfbrett

ins Autowerfen

und ab ans Meer...?

Egal was der Tag auch so bringen mag,

beginnen tut er, wie jeden Tag

mit einem Kaffee im Café.

Allzeit ist ein Plätzchen im

Haus Serendipity

"glückliches zusammen kommen"

bei Helen, der Gastgeberin.



Kids, Teens & Twens

Was Kids mir lehren:

Staunen, vertrauen ins Leben

und die Freude,

sich selbst Neues zu lehren.

Sorgenfrei, fröhlich durchs Leben zu tapsen,

Schmerz, Trauer und Wut

auch ihren Platz zu geben.

Was Teens mir lehren:

Chillen,

Rebellieren,

Normen in Frage zu stellen.

Eine Einladung,

sich und die Gesellschaft

mal mit andern Augen zu sehen.

Was Twens mir lehren:

Mit 20 liegt ihnen die Welt zu Füßen.

Sie sind groß & frei,

verdienen ihr Geld,

und leben sorgenfrei.

Kids, Teens & Twens

Vor ihnen liegt eine Zukunft,

die in den Sternen steht.

Eine Zukunft die

in unseren

und ihren Händen liegt.

Ich vertraue in deren Weg,

Glaube an sie,

dass die Generationen nach uns

die Welt lenken, wie nie.

Weil die Welt,

wie sie heute ist

es nicht gab zuvor.

Die Welt, wie sie heute ist,

ist ein offenes Tor.

Für unsere Kids, Teens & Twens.

Für uns alle.



Allein am Meer

Ein Blick in die Weite,

der warme Wind auf meiner Haut.

Tränen steigen auf.

Sind es Freudentränen,

Heimweh,

oder doch das Gefühl von

"in mir ankommen"?

Auf jeden Fall überwältigt,

von der Schönheit der Natur.

Den Wundern, die sie zaubert.

Ebbe

Wo gestern noch Wasser war,

sind jetzt Weiten von Sand.

Der Mond hat die Kraft,

das Meer zu bewegen,

ist das nicht krass?

Ein Blick in die Weite,

der warme Wind auf meiner Haut.

Tränen steigen auf.

Ich bin überwältigt.



Wir treffen uns um sechs

um mit den Hunden Gassi zu geh'n

Nur wenige Schritte und wir sind am Meer.

Vor uns die unendliche Weite.

Links das Rauschen

und die Wellen des Meeres.

Rechts von uns Dünen und Wald,

Hinter uns die Sonne,

die untergeht - bald.

Mit dem Geruch von Salz in der Nase,

die Haare noch nass vom schwimmen,

verlassen wir den Strand.

Barfuß laufen wir durch einen Wald,

auf einer Mischung

aus Sand- und Waldboden.

Wie aus dem nichts,

taucht eine große Wiesenlandschaft

vor uns auf...

Wir treffen uns um sechs,

um mit den Hunden zu gehen.

Waren im Wasser,

gingen am Strand,

durch Dünen, Wald und Wiesen.




Jetlag

Viel hab ich erlebt und gesehen,

an meinem ersten Tag,

an einem fremden Ort.

Fall müde ins Bett

und schlaf sofort.

Viel gesehen und nichts geschafft,

nur Urlaub gemacht.

Mal "nichts tun",

die Seele baumeln lassen,

Langeweile aushalten.

Was sagte meine Mama früher gern

zu ihren Enkelmädchen,

wenn ihnen wieder mal langweilig war.?

"Langeweile ist wichtig.

Sie macht kreativ und schlau,

verknüpft neue Synapsen im Gehirn."

Und ich füg hinzu,

in unserer Leistungsgesellschaft

ist Langeweile wichtig dazu.

Hier ist es nachts um zwei,

zu Hause mittags um fünf.

Ich bin aufgewacht mit Jetlag im Blut.

Ich nehm mir ein Stift in die Hand,

schlag mein Tagebuch auf

und schreib diese Worte

ganz einfach von der Hand.

Urlaubsgrüße aus einem fernen Land...



Phillip Island - die Urlaubsinsel Australiens

Es ist Februar.

Die Saison ist vorbei.

Parkplätze und Strände

sind menschenleer,

auf den Straßen

nur wenig (Links)verkehr.

Und so hilft die äußere Stille

zur inneren Ruhe.

Genau das,

was mensch sich doch

auf einer Insel erhofft.



Tiervielfalt

Wie jeden Abend,

wenn langsam die Sonne untergeht,

fängt es an, überall zu rascheln.

Eine Vielfalt von Vögeln,

ein lautes Konzert,

hier spickelt ein Känguru aus dem hohen Gras,

und da hoppelt ein Hase über den Weg.

Pinguine schwappen

mit einer Welle aus dem Meer

und bringen ihrem Nachwuchs Fische her.

In den Bäumen ein rascheln,

Was war das?

Ein Opossum.

Viel zu groß und schwer sehen sie aus,

doch es scheint,

sie sind leichter als gedacht,

denn sie laufen auf Palmblättern umher.

Wenn der Tag langsam endet,

und die Sonne untergeht,

erwacht eine Tiervielfalt,

hier auf der Insel.



Ein Einkauf in Phillip Island-Australien:

Die Frau an der Kasse

schaut mir freundlich in die Augen.

Während sie die Ware übers Band zieht,

sagt oder fragt - nein,

singt mit ihrem australischen Dialekt:

"Hey, how was your day?"

Ich sag genauso "Hey",

bedank mich

erzähl mit ein paar Worten von meinem Tag.

Nun frag auch ich.

Sie bedankt sich,

erzählt mit ein paar Worten von ihrem Tag.

Alle Waren gescannt,

die Rechnung beglichen

und wieder der freundliche Blick

in die Augen.

"Enjoy your day."

wünscht sie mir und ich ihr,

bevor sie schon der nächsten Kundin freundlich in die Augen schaut und singt:

"Hey,how was your day?"